{"id":2697,"date":"2026-10-27T07:13:01","date_gmt":"2026-10-27T06:13:01","guid":{"rendered":"https:\/\/aid-foundation.com\/?post_type=article&#038;p=2697"},"modified":"2026-10-27T09:07:56","modified_gmt":"2026-10-27T08:07:56","slug":"aid-practical-impact-award-2026-bone-level-und-tissue-level-im-langzeitvergleich-deutsche-version","status":"publish","type":"article","link":"https:\/\/aid-foundation.com\/en\/knowledge-hub\/news\/aid-practical-impact-award-2026-bone-level-und-tissue-level-im-langzeitvergleich-deutsche-version\/","title":{"rendered":"AID Practical Impact Award 2026: Bone-Level und Tissue-Level im Langzeitvergleich (deutsche Version)"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"wp-block-post-title\">AID Practical Impact Award 2026: Bone-Level und Tissue-Level im Langzeitvergleich (deutsche Version)<\/h1>\n\n\n<p><em><strong>Welche Rolle spielt das Implantatdesign f\u00fcr die langfristige periimplant\u00e4re Gesundheit? Dieser Frage widmeten sich Dr. Emilio Couso-Queiruga und Dr. Clemens Raabe anhand von Nachuntersuchungen durchschnittlich elf Jahre nach der Implantation.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/jcpe.70080\"><em>Bone\u2010Level Versus Tissue\u2010Level Titanium Dental Implants: A Comparative Cross\u2010Sectional Study.<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Z\u00fcrich, Oktober 2026<\/strong> \u2013 Die Alliance for Implant Dentistry (AID) zeichnete Dr. Emilio Couso-Queiruga und Dr. Clemens Raabe mit dem Practical Impact Award 2026 aus. Gew\u00fcrdigt wird ihre vergleichende Untersuchung zu Bone-Level- und Tissue-Level-Implantaten, die neben dem Implantat\u00fcberleben auch periimplant\u00e4re Erkrankungen und damit verbundene Faktoren erfasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Award zeichnet die AID wissenschaftliche Arbeiten aus, die neben ihrer wissenschaftlichen Qualit\u00e4t insbesondere einen hohen klinischen und praktischen Nutzen f\u00fcr die Implantologie aufweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrer monozentrischen Querschnittsstudie untersuchte das Forschungsteam an der Universit\u00e4t Bern, ob sich Bone-Level- und Tissue-Level-Implantate im Frontzahn- und Pr\u00e4molarenbereich langfristig hinsichtlich des Implantat\u00fcberlebens und periimplant\u00e4rer Erkrankungen unterscheiden. Dabei wurden Implantatdurchmesser und weitere m\u00f6gliche Risikoindikatoren mitber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Studie umfasste 266 Patientinnen und Patienten mit urspr\u00fcnglich 336 Implantaten und die Nachuntersuchung erfolgte durchschnittlich 11 Jahre nach der Implantation. Nach vier Implantatverlusten standen f\u00fcr die Beurteilung der periimplant\u00e4ren Gewebe 332 Implantate zur Verf\u00fcgung, jeweils 166 Bone-Level- und Tissue-Level-Implantate. Beide Typen zeigten mit 99,4 % (Bone-Level) und 98,2 % (Tissue-Level) hohe \u00dcberlebensraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Entgegen der anf\u00e4nglichen Hypothese, dass periimplant\u00e4re Erkrankungen bei Bone-Level-Implantaten h\u00e4ufiger auftreten als bei Tissue-Level-Implantaten, zeigte sich insgesamt kein statistisch signifikanter Unterschied in der H\u00e4ufigkeit dieser Erkrankungen zwischen den beiden Implantatdesigns. Eine Periimplantitis lag bei 11,4 % der Bone-Level- und bei 9,0 % der Tissue-Level-Implantate vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessante Unterschiede zeigten sich beim Durchmesser und der Gewebedicke: Implantate mit 3,3 mm Durchmesser wiesen eine geringere Periimplantitispr\u00e4valenz auf als solche mit 4,1 mm (7,2 % vs. 13,3 %). Besonders niedrig war das Risiko bei der Kombination aus schmalem Durchmesser und Tissue-Level-Design. Hier lag die Periimplantitisrate bei 4,8 % (gegen\u00fcber 9,6 % bei schmalen Bone-Level-Implantaten). Eine gr\u00f6ssere periimplant\u00e4re Mukosadicke war mit einem selteneren Vorliegen von Mukositis und Periimplantitis assoziiert. Bei h\u00f6heren Plaquewerten traten beide Erkrankungen h\u00e4ufiger auf, bei Rauchern h\u00e4ufiger eine Periimplantitis.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse ordnen Dr. Clemens Raabe und Dr. Emilio Couso-Queiruga aus klinischer Sicht ein:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote blockquote-with-image align\">\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:27% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\" data-no-zoom=\"true\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/aid-foundation.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/News-Artikel_Impact-Award_2026_Gewinner.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2698 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>\u00dcberrascht hat uns, dass Bone-Level-Implantate im Langzeitverlauf kein h\u00f6heres Erkrankungsrisiko zeigten. Dazu beigetragen haben d\u00fcrften neben einer idealen 3D-Implantatposition sorgf\u00e4ltig gestaltete Rekonstruktionen, denn gerade bei Bone-Level-Implantaten liegt hier ein besonderes Risiko. Die Evidenz f\u00fcr den Einfluss eines gut gestalteten Emergenzprofils auf die periimplant\u00e4re Gesundheit w\u00e4chst stetig. Best\u00e4tigt hat sich hingegen, wie stark Patientenfaktoren und auch das Weichgewebe das Ergebnis pr\u00e4gen.<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Die Studie liefert wertvolle Daten zur periimplant\u00e4ren Gesundheit durchschnittlich elf Jahre nach der Implantation. Als Querschnittsstudie erfasst sie Zusammenh\u00e4nge, erlaubt jedoch keine Schlussfolgerungen zu Ursache und Wirkung. Die Ergebnisse beziehen sich auf ein Implantatsystem mit zwei Durchmessern ausserhalb der Molarenregion. Um die Befunde zu \u00fcberpr\u00fcfen und ihre \u00dcbertragbarkeit zu untersuchen, empfehlen die Forschenden gr\u00f6ssere, vielf\u00e4ltigere Patientenkollektive sowie l\u00e4ngsschnittliche Untersuchungen mit mehreren Implantatsystemen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die AID gratuliert Dr. Emilio Couso-Queiruga und Dr. Clemens Raabe sowie dem beteiligten Forschungsteam zur Auszeichnung. Ihre Arbeit liefert zus\u00e4tzliche Daten zur langfristigen Beurteilung beider Implantatdesigns und verdeutlicht, weshalb neben dem Implantat\u00fcberleben auch die periimplant\u00e4re Gesundheit ein zentraler Bestandteil der langfristigen Patientenbetreuung ist.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\"><\/div>\n\n\n<div class=\"date wp-block-post-date\"><time datetime=\"2026-10-27T07:13:01+01:00\">27\/10\/26<\/time><\/div>\n\n\n<p>Autor: Loreen Plankensteiner<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Z\u00fcrich, May 22, 2025 <\/strong>\u2013 While implantology may have dominated the clinical stage at the Alliance for Implant Dentistry (AID) My Generation Symposium, a refreshing shift in focus came with Frederike Goblirsch\u2019s dynamic session on digital branding and dental marketing: <em>\u201cYour Brand, Digitally Staged \u2013 Practice Marketing with Wow Effect.\u201d<\/em><\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"featured_media":2714,"template":"","article_cat":[25],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/aid-foundation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2697"}],"collection":[{"href":"https:\/\/aid-foundation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/article"}],"about":[{"href":"https:\/\/aid-foundation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/article"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/aid-foundation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2697\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2720,"href":"https:\/\/aid-foundation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/article\/2697\/revisions\/2720"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/aid-foundation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2714"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/aid-foundation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"article_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/aid-foundation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/article_cat?post=2697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}